Viele Fachgebiete haben ihre eigenen Fachbegriffe. Denken wir nur an die Medizin, wo es vor lateinischen Wörtern nur so wimmelt. Auch an der Börse gibt es diesen „Fachsprech“. Und gerade als Börsenbeginner ist es schwer, sich in diesem Becken zu tummeln. Wir erklären deshalb die wichtigsten Fachbegriffe der Börsianer und zeigen, dass oftmals gar nicht so Großes dahintersteckt:
Aktie: Die Aktie ist ein Wertpapier, in dem ein Anteil am Stammkapital der Aktiengesellschaft verbrieft ist. Alle Aktionäre eines Unternehmens bilden gemeinsam die Eigentümerschaft. Sie wählen in der Hauptversammlung den Aufsichtsrat, der wiederum den Vorstand bestellt. Der Vorstand führt dann die Geschäfte der Aktiengesellschaft.
Anleihe: Ein Unternehmen kann sich Fremdkapital entweder durch Bankkredite oder die Ausgabe von Anleihen besorgen. Eine Anleihe ist ein verbriefter Schuldschein mit einem Zinscoupon (so viel Zinsen erhältst Du auf den Nennwert). Die Kurse werden in Prozenten gerechnet. Die Rückzahlung erfolgt zu einem festgelegten Datum. Eine Anleihe mit einem Kurs von 100% und einem Zinscoupon von 2% rentiert demnach zu 2%. Sinkt der Kurs auf 90% und läuft die Anleihe noch 1 Jahr, dann liegt die Rendite bei 13,3%. Denn auf die investierten 90% erfolgt 1 Jahr später eine Rückzahlung zu 100% (also ein Plus von 10-Prozentpunkten) und eine Zinszahlung von 2% aus 100%. Die 12% Plus nach einem Jahr auf einen Kurs von 90% ergeben die Rendite von 13,3%.
Aktiensplit: Ist ein Aktienkurs sehr hoch und die Aktie damit optisch teuer, dann entscheiden sich manche Unternehmen zu einem Aktiensplit. In einem bestimmten Verhältnis (meistens 2:1) wird die Anzahl der ausgegebenen Aktien erhöht. Dadurch sinkt der Aktienkurs jedoch in diesem Verhältnis. Hast Du z.B. 10 Aktien zum Kurs von 250 €, stehen in Deinem Depot nach einem Aktiensplit im Verhältnis 2:1 20 Aktien zum Kurs von 125 €. Es ist also an sich eine rein optische Maßnahme, die jedoch zu einer besseren Handelbarkeit der Aktie für Kleinanleger führt.
Aktienfonds: Bei einem Aktienfonds werden durch das Fondsmanagement unterschiedliche Aktien gekauft und gehalten. Als Anleger kaufst Du nur diesen Aktienfonds und bist dann in Höhe Deines Investments anteilig an allen im Fonds vertretenen Aktien beteiligt. So lässt sich einfach eine Diversifikation erreichen. Außerdem kannst Du schon mit kleinen Beträgen oder einem Sparplan leicht ein Vermögen aufbauen. Das Fondsmanagement erhält für seine Tätigkeit eine Gebühr aus dem Fondsvermögen. Sie wird automatisch berechnet und mindert den Fondspreis.
Ausgabeaufschlag: Um einen Aktienfonds kaufen zu können, ist oftmals ein Beratungsgespräch bei einer Bank notwendig. Die Bank vermittelt dann den Fondskauf und nimmt sich dafür einen Ausgabeaufschlag auf den Fondspreis heraus. Der liegt gerne mal bei 5% und mindert sofort Dein Vermögen. Wir empfehlen deshalb den Fondskauf ausschließlich über Fondsdiscounter, die den Ausgabeaufschlag im besten Fall komplett erstatten.
außerbörslicher Handel: Aktien werden an der Börse gehandelt. Die Börsen nehmen dafür aber auch Gebühren. Deshalb haben sich Alternativen wie Tradegate, Lang & Schwarz oder gettex entwickelt. Sie bieten ebenfalls einen Handel an und stellen An- und Verkaufskurse für Aktien. Der Aktienkauf ist dort meistens günstiger, aber es sind nicht alle Aktien verfügbar. Außerdem können gerade in Randzeiten des Aktienhandels (also früh morgens oder spät abends) die Kurse deutlich schlechter als im Börsenhandel sein.
Auslandsbörse: Börsenplätze außerhalb Deutschlands werden als Auslandsbörsen bezeichnet. Die größten Börsen sind New York, Tokio, London und Paris. Die meisten dort notierten Aktien lassen sich auch an inländischen Börsen handeln. Die Kurse an den Auslandsbörsen sind aber in der Regel fairer, da hier ein größerer Umsatz stattfindet. Aufgrund der höheren Gebühren für den Handel an Auslandsbörsen empfiehlt sich das nur bei höheren Anlagebeträgen. Als Börseneinsteiger solltest Du Dich erst mal nur mit dem inländischen Börsenhandel beschäftigen.
Bärenmarkt: Die Börse ist keine Einbahnstraße. Kurse können steigen und sie können sinken. Gehen sie über einen längeren Zeitraum kontinuierlich zurück, dann spricht man von einem Bärenmarkt. Der Bär ist das Symbol für sinkende Kurse, da er seinen Kopf – im Gegensatz zum Bullen – nach Unten senkt.
Blue Chips: Als Blue Chips werden die großen Aktiengesellschaften bezeichnet. Sie finden sich in der Regel in den großen Aktienindizes (DAX oder Dow Jones) und weisen die größte Marktkapitalisierung auf. Sie gelten als langweiliger und weniger schwankungsanfällig.
Börsensegment: Die Börse ist in unterschiedliche Segmente eingeteilt. Die Segmente haben unterschiedliche Transparenzpflichten für die dort notierten Aktiengesellschaften und orientieren sich damit an der Größe der Unternehmen.
Bullenmarkt: Der Bulle ist das Symbol für steigende Aktienkurse. Er streckt seinen Kopf nach Oben und nutzt seine Hörner, um Widerstände zu überwinden. Steigen die Aktienkurse über einen längeren Zeitraum, oftmals über Jahre, dann spricht man von einem Bullenmarkt.
Call: Der Call ist ein Begriff aus dem Optionshandel und bezeichnet das Recht, eine Aktie zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem festgelegten Kurs zu kaufen. Der Käufer eines Calls rechnet also damit, dass der Aktienkurs steigen wird. Er zahlt deshalb eine Prämie, die nur einen Bruchteil des aktuellen Aktienkurses ausmacht. Steigt der Aktienkurs über den Ausübungspreis des Calls, dann hat der Käufer des Calls eine deutlich höhere Rendite erzielt als bei einem Kauf der Aktie selbst.
Cash: Als Cash wird das nicht im Aktien- oder Anleihemarkt investierte Barvermögen bezeichnet. Investoren halten Cash vor, um jederzeit neu investieren zu können. Sie erhöhen ihre Cash-Quote, wenn sie von sinkenden Aktienkursen ausgehen oder Ereignisse (z.B. Wahlen) anstehen, die einen großen Einfluss auf den Aktienmarkt haben könnten.
Courtage: Der Börsenmakler sorgt für die Zusammenführung von Käufern und Verkäufern und ist daher für den Aktienhandel unabdingbar. Heutzutage geschieht das in der Regel elektronisch. Für den Handel mit der Aktie berechnet der Börsenmakler eine Gebühr, die als Courtage bezeichnet wird.
Daytrading: Im Gegensatz zur langfristigen Geldanlage in Aktien, steht das Daytrading für den kurzfristigen Kauf und Verkauf von Aktien. Um mögliche Risiken aus überraschenden Nachrichten zu begrenzen, werden die Aktien dabei nicht über das Wochenende und meistens nicht mal über Nacht gehalten. Mit der Mitnahme kurzfristiger Gewinne und damit natürlich einem viel häufigeren Handel soll eine Überrendite gegenüber der langfristigen Anlage erzielt werden. Für Aktienanfänger empfiehlt sich Daytrading nicht, es sollte Profis vorbehalten bleiben.
Derivate: Als Derivate werden Wetten auf Kursverläufe bezeichnet. Dazu gehören Optionen und Futures. Sie dienen aber im Regelfall nicht der Spekulation, sondern zur Absicherung von Depots oder einzelnen Positionen. Ist eine Aktie zum Beispiel stark im Kurs gestiegen, kann mit einem Derivat in Form des Kaufs eines Put-Option eine Absicherung erreicht werden. Sinkt die Aktie im Kurs, steigt der Wert der Put-Option. Allerdings kostet eine solche Absicherung eine Prämie und lohnt sich deshalb nur in bestimmten Konstellationen.
Devisen: Als Devisen werden die ausländischen Währungen bezeichnet. Sie werden zum Euro zum jeweiligen Devisenkurs umgerechnet. Der ist z.B. für Dividendenzahlungen aus dem Ausland relevant.
Diversifikation: Die Streuung über verschiedene Anlageklassen und Wertpapiere wird als Diversifikation bezeichnet. Sie ist sehr wichtig, um die Risiken zu begrenzen und die Erträge zu verteilen. Eine klassische Diversifikation eines Wertpapierdepots sieht Aktien und Anleihen vor. Und dort dann jeweils verschiedene Aktien und Anleihen. Weitere Anlageklassen sind z.B. Immobilien, Rohstoffe und Gold.
Dividende: Macht ein Unternehmen Gewinn, dann muss es über die Gewinnverwendung entscheiden. Soll der Gewinn an die Aktionäre vollständig oder teilweise ausgeschüttet werden, wird eine Dividende gezahlt. Die Dividende wird dann pro Aktie angegeben. Je mehr Aktien ein Aktionär hat, desto mehr Dividende erhält er dann. In Deutschland zahlen die meisten Unternehmen einmal im Jahr eine Dividende aus, in den USA erfolgt die Zahlung üblicherweise quartalsweise. Dividendenberechtigt sind die Aktionäre, die die Aktie am „ex-Tag“ in ihrem Depot haben.
Emission: Die Ausgabe von Wertpapieren wird als Emission bezeichnet. Bei einer Neuemission werden Aktien erstmals an die Börse gebracht. Anleihen werden regelmäßig emittiert.
ETF: Im Gegensatz zu Aktienfonds mit einem aktiven Management werden Exchange Traded Funds (ETFs) passiv nach transparenten Kriterien gebildet. Meistens wird damit ein Index nachgebildet. In einem DAX-ETF sind dann z.B. die dreißig größten deutschen Aktien enthalten. Die Gewichtung im ETF entspricht dem Indexgewicht. Ein ETF hat deutlich geringere Gebühren als ein klassischer Aktienfonds. Dafür ist man damit „nur“ wie der Index investiert und kann keine Überrendite erzielen. Die meisten Aktienfonds schaffen eine solche Überrendite aber langfristig ohnehin nicht.
Fremdwährung: Als Fremdwährung werden alle Währungen außerhalb des Euros bezeichnet. Es gibt beispielsweise Fremdwährungskonten, bei denen der Kontostand auf eine andere Währung lautet und nicht in Euro umgerechnet wird. Damit lassen sich bei häufigen Transaktionen in der Fremdwährung Umrechnungskosten sparen.
Hauptversammlung: Was im Verein die Mitgliederversammlung ist, ist bei der Aktiengesellschaft die Hauptversammlung. Sie findet einmal im Jahr statt und alle Aktionäre werden dazu eingeladen. Grundlegende Entscheidungen bleiben der Hauptversammlung vorbehalten. Dazu gehören vor allem die Wahl des Aufsichtsrats, die Wahl des Abschlussprüfers und der Beschluss über die Gewinnverwendung. Außerdem bedürfen Unternehmensverträge der Zustimmung der Hauptversammlung.
Index: Um einen längerfristigen Überblick über die Entwicklung eines Marktes zu bekommen, werden Aktien in einem Index notiert. Der DAX (Deutscher Aktien-Index) umfasst z.B. die 30 deutschen Aktien mit der höchsten frei handelbaren Marktkapitalisierung. Der S&P500 umfasst wiederum die 500 größten US-Aktien. Der Index notiert in Punkten und in ihn kann in Form von ETFs direkt investiert werden. Außerdem sind Optionen auf ihn möglich.
Inhaberaktie: Im Gegensatz zur Namensaktie ist die Inhaberaktie nicht auf eine bestimmte Person, sondern den nicht näher bezeichneten Inhaber ausgestellt. Die Aktiengesellschaft kennt die Inhaber nicht.
ISIN: Mit der ISIN wird jedem Wertpapier weltweit eine unverwechselbare Kennung zugeordnet. Die ersten beiden Buchstaben stehen dabei für das Land, in dem das Wertpapier emittiert wurde. Deutsche Aktien beginnen so beispielsweise mit DE.
Leerverkauf: Als Leerverkauf wird der Verkauf von Aktien bezeichnet, die man selber gar nicht besitzt. Das ist möglich, indem man sich die Aktien leiht und dafür eine Leihgebühr entrichtet. Um die Position glatt zu stellen, muss der Leerverkäufer (Shortseller) aber irgendwann die verkauften Aktien zurückkaufen. Er setzt darauf, dass dies zu einem günstigeren Kurs möglich als der Verkauf geschah. Ein Leerverkäufer geht also davon aus, dass die Aktie in Kürze deutlich sinken wird. Steigt der Kurs hingegen und muss der Leerverkäufer dann irgendwann seine Verluste begrenzen, dann kann es zum Short-Squeeze kommen. Die Aktie steigt dann noch viel stärker, weil sich die Shortseller eindecken müssen und nur wenig Aktien am Markt verfügbar sind.
Limit: Bei der Aufgabe einer Aktienorder (Kauf oder Verkauf) kann ein Limit angegeben werden. Das ist dann der Mindestkurs, zu dem Du verkaufen willst. Oder der Höchstkurs, zu dem Du zu kaufen bereit bist. Ohne Angabe eines Limits wird die Order „bestens“ oder „billigst“ ausgeführt. In marktengen Werten oder zu ungünstigen Handelszeiten kann das zu einem schlechten Ausführungskurs führen. Ein Limit ist deshalb immer empfehlenswert. Es muss ja nicht so eng gesetzt werden, wenn die Ausführung sichergestellt sein soll.
Musterdepot: Viele Seiten im Internet bieten die Möglichkeit an, ein Musterdepot anzulegen. Mit einem fiktiven Startgeld können dann Aktien gekauft werden. Das bietet Börseneinsteigern die Möglichkeit, live an der Börse dabei zu sein – jedoch ohne das Risiko des Geldverlusts. Natürlich kann man so auch kein echtes Geld verdienen. Trotzdem ist es zum Lernen sinnvoll.
Namensaktie: Bei der Namensaktie sind die Aktionäre – im Unterschied zur Inhaberaktie – im Namensregister bei der Aktiengesellschaft eingetragen. Dadurch kennt die Aktiengesellschaft ihre Aktionäre und kann ihnen direkte Mitteilungen (insbesondere Einladungen zur Hauptversammlung) zusenden. Außerdem kennt die Aktiengesellschaft die Anzahl der Aktien, die von einzelnen Aktionären gehalten werden und kann sich so ein exaktes Bild von den Mehrheitsverhältnisse machen. Für die Eintragung ins Namensregister nehmen viele Banken eine Extragebühr beim Aktienkauf. Das ist gerade bei Aktiensparplänen auf Namensaktien zu berücksichtigen.
Nennwert: Jede Aktie stellt einen Anteil am Stammkapital der Aktiengesellschaft dar. Der Nennwert bezeichnet diesen Anteil in Euro. Der Nennwert liegt in der Regel deutlich unter dem Aktienkurs.
Optionen: Mit Optionen lassen sich mit einem hohen Hebel Rechte auf den Verkauf oder Erwerb von Aktien oder Indizes handeln. Der Hebel besagt, dass nur ein kleiner Teil des möglichen Kauf- oder Verkaufsvolumens als Sicherheit hinterlegt werden muss. Übersteigt die Aktie den Basispreis der Option profitiert die Option prozentual deutlich stärker als die Aktie selbst. Genauso allerdings auch bei der gegenläufigen Bewegung.
Put: Der Put ist ein Begriff aus dem Optionshandel und bezeichnet das Recht, eine Aktie zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem festgelegten Kurs zu verkaufen („anzudienen“). Der Käufer eines Puts rechnet also damit, dass der Aktienkurs sinken wird bzw. er sichert sich gegen ein Sinken ab. Er zahlt deshalb eine Prämie, die nur einen Bruchteil des aktuellen Aktienkurses ausmacht. Sinkt der Aktienkurs unter den Ausübungspreis des Puts, dann hat der Käufer des Puts deutlich weniger Verlust erlitten als wenn er nur die Aktie selbst hätte.
Spread: Der Unterschied zwischen dem An- und Verkaufskurs einer Aktie wird als Spread bezeichnet. Der Börsenmakler stellt einen Geld-Kurs, zu dem jemand bereit ist, die Aktie zu kaufen. Und einen Brief-Kurs, zu dem jemand bereit ist, die Aktie zu verkaufen. Der Unterschied zwischen beiden Kursen kann bei sehr gefragten Aktien zur Haupthandelszeit überhaupt nicht bestehen oder nur einen Cent betragen. Bei anderen Aktien kann der Spread aber auch mal bei 5% oder mehr liegen. Durch Angabe eines Limits bei der Order innerhalb des Spreads kann man versuchen, einen besseren Kurs zu erhalten.
Stammaktien: Üblicherweise sind Aktien Stammaktien und beteiligen den Aktionär mit vollem Stimmrecht am Stammkapital der Aktiengesellschaft. Im Unterschied dazu gibt es auch Vorzugsaktien. Hat eine Aktiengesellschaft nur eine Aktiengattung ausgegeben, wird einfach von Aktien gesprochen und nicht auf den Begriff Stammaktien wert gelegt.
Teilausführung: Stehen bei einer Aktienorder nicht genügend Aktien zu dem gewünschten Limit zum Kauf bzw. zum Verkauf zur Verfügung, wird nur ein Teil der Order ausgeführt. Der übrige Teil bleibt dann als Order bestehen, bis sich der notwendige Gegenpart findet. Bei der Wahl des Online-Brokers solltest Du darauf achten, dass die Ordergebühr nur für die erste Teilausführung berechnet wird. Die weiteren Ausführung, sofern sie am gleichen Tag passieren, sollten dann kostenfrei oder zumindest nicht mit einer Mindestprovision versehen sein.
Underlying: Im Options- und Zertifikatehandel wird der Basiswert, also die Aktie auf die sich das Zertfikat oder die Option bezieht, als Underlying bezeichnet.
Volatilität: Börsen schwanken, die Kurse steigen und sinken. Das wird also Volatilität bezeichnet. Je stärker die Schwankungen, desto höher die Volatilität. Sie ist ein Teil der Optionsprämie und hat daher direkten Einfluss auf viele Investoren. Für Profianleger gibt es auch Strategien, mit denen sich auf eine Ausweitung oder einen Rückgang der Volatilität setzen lässt.
Vorzugsaktien: Bei Vorzugsaktien sind die Aktionäre ebenfalls am Gewinn der Aktiengesellschaft beteiligt, haben in der Hauptversammlung aber kein Stimmrecht. Dafür erhalten sie eine höhere Dividende als die Stammaktionäre. Nachteilig bei Vorzugsaktien ist, dass bei einer feindlichen Übernahme kein Gebot für diese Aktien abgegeben wird. Da die Aktien kein Stimmrecht haben, sind sie für eine Übernahme nicht erforderlich. Manche Aktiengesellschaften haben nur Vorzugsaktien ausgegeben, die Stimmrechte befinden sich in Familienbesitz.
Watchlist: Bevor Du eine Aktie kaufst, beobachtest Du sie in der Regel eine Zeit lang. Und wenn Du Dir dann ein schönes Depot aufgebaut hast, kommen trotzdem immer wieder weitere Aktien in Dein Blickfeld. Wenn Du diese Aktien nun strukturiert erfasst, z.B. auch im Rahmen eines Musterdepots, dann spricht man von der Watchlist. Das sind also die Aktien, deren Kauf (oder Nachkauf) Du ins Auge fasst und sie deshalb beobachtest. Mit einer guten Watchlist kannst Du auch bei einem Crash sehr schnell agieren und nun günstige Aktien kaufen. Die Hausaufgaben, nämlich die Analyse im Vorfeld, hast Du ja bereits vor Aufnahme in die Watchlist gemacht.
WKN: Das deutsche Pendant zur ISIN ist die Wertpapierkennnummer (WKN). Sie besteht aus 6 Ziffern oder Buchstaben und kann im inländischen Handel alternativ zur ISIN eingegeben werden.
Zertifikate: Ein Zertifikat ist eine Anleihe einer Bank, die die Rückzahlung an bestimmte Parameter knüpft. Es können damit beispielsweise Rohstoffe abgebildet oder auch Aktienstrategien verfolgt werden. Der Zertifikatemarkt ist extrem vielfältig. An dieser Stelle ist wichtig, dass es ein Emittentenrisiko gibt. Ein von Goldman Sachs herausgegebenes Zertifikat auf die Daimler-Aktie ist z.B. von der Entwicklung der Daimler-Aktie und davon abhängig, dass Goldman Sachs zum Rückzahlungszeitpunkt nicht insolvent ist.