Warum Buy-and-Hold-and-Check so wichtig ist

Als Börseneinsteiger bist Du vielleicht manchmal mit der Themenvielfalt und den großen Krisen überfordert. Fast jeden Tag wird ein neues Risiko für den Aktienmarkt in der Presse beschrieben.

Wenn Du lang genug an der Börse aktiv bist, dann kennst Du solche Situationen. Denn neu sind nur die Themen und sicher auch die Vielfalt. Aber Krisen und Unsicherheiten gab es schon immer. Genau davon lebt ja auch die Börse und dafür sind die Risikoprämien, nämlich die durchschnittliche Kursentwicklung nebst Dividendenzahlungen, auch höher als bei anderen Anlagearten. Aber eine höhere Prämie gibt es nur, wenn eben auch die Schwankungen und die Verlustgefahr größer sind.

Wir sind der Meinung, dass sich mit einer langfristigen Anlagestrategie die höchsten Erträge erzielen lassen. Um diese Langfristigkeit zu erreichen, setzen wir auf Dividendentitel.

Sie ermöglichen regelmäßige Erträge aus der Geldanlage. Also suchen wir nach Aktien, die eine sichere Dividende zahlen und diese auch kontinuierlich steigern. Wir suchen explizit nicht nach den höchsten Dividendenzahlern, sondern wünschen uns einen breiten Mix. Viele Aktien haben ein hohes Dividendenwachstum, dafür ist die Dividendenrendite zunächst relativ niedrig. Bei anderen Titeln ist die Dividendenrendite ziemlich hoch, dafür steigt die Dividende nur noch wenig.

Grundsätzlich kaufen wir keine Aktie, um sie nur für die nächsten Wochen oder Monate zu halten. Wenn wir nicht davon überzeugt sind, dass wir sie für Jahre oder Jahrzehnte im Depot halten können, dann ist sie nicht für uns geeignet.

Wir schauen uns also an, ob das Unternehmen einen Burggraben hat, der für Wettbewerber nur schwer zu überwinden ist. Dieser Burggraben kann in herausragenden Produkten, einer großen Markenbekanntheit oder auch in einem großen Marktanteil bestehen.

Aber selbst der tiefste Burggraben kann überwunden werden. Nicht umsonst gibt es heute keine Burgen mehr, die noch von Rittern verteidigt werden. Und auch Marktführer können durch Disruptionen verdrängt werden. Beispielhaft denken wir da an Nokia, die bei den Handys die absolute Nr. 1 waren – bis dann der Siegeszug der Smartphones begann.

Ändern sich die Rahmenbedingungen, sei es durch veränderte Gewohnheiten, neue Wettbewerber, aber auch Fehlentscheidungen des Managements, dann kann das ein Anlass sein, dass wir uns auch wieder von einer Aktie trennen.

Und das ist nichts Schlimmes! Wir sind schließlich mit keiner Geldanlage verheiratet und setzen ja gerade auf börsennotierte Beteiligungen, weil wir für diese einen Marktpreis bekommen und es eine Exit-Möglichkeit gibt.