Was sind ETFs?
ETF steht für Exchange Traded Fund. Darunter sind passiv gemanagte Fonds zu verstehen, die in der Regel einen Index von Aktien nachbilden. Entweder indem sie die darin enthaltenen Aktien kaufen oder über Swap-Geschäfte die Wertentwicklung nachvollziehen.
In der letzten Zeit sind aber auch aktiv gemanagte Fonds in das Kleid eines ETF gegossen worden, vor allem in den USA. So ist der bekannte ARK Innovation (ARKK) von Cathy Wood ein ETF, der jedoch sehr aktiv Techaktien kauft und verkauft.
Wer bietet ETFs an?
Weltgrößter Anbieter von ETFs ist BlackRock mit seinen iShares-Fonds. Andere große Anbieter sind z.B. Vanguard, Comstage, Amundi oder DB x-trackers.
Auf welchen Index werden ETFs emittiert?
Die Auswahl ist nahezu unendlich. Auf die großen bekannten Indizes wie MSCI World, MSCI Emerging Markets, S&P 500 oder DAX gibt es natürlich ETFs. Aber auch auf jede Menge Länder- oder Branchen-Indizes.
Die Industrie denkt sich immer neue ETFs aus, um einerseits die Nachfrage nach neuen Trends zu decken, aber auch um regelmäßig neue Themen zu spielen. In letzter Zeit sind solche Themen-ETFs besonders beliebt gewesen. Sie drehen sich dann z.B. um Digitalisierung und enthalten Aktien von Unternehmen, die von einer zunehmenden Digitalisierung profitieren sollen – ohne zwingend aus dieser Branche zu stammen.
Sind ETFs jetzt besser als einzelne Aktien oder nicht?
ETFs sind zunächst einmal kostengünstiger als aktiv gemanagte Investmentfonds. Die Emittenten haben weniger Arbeit im Research und begnügen sich deshalb auch mit einer niedrigeren Fee. Mittlerweile gibt es ETFs, die komplett ohne Verwaltungsgebühr aufgelegt werden. Und es gibt sogar ETFs, die durch Leihgeschäfte einen Gebührenüberschuss erwirtschaften. Als Anleger profitierst Du dann sogar von einer Zusatzrendite. Das ist allerdings eine sehr seltene Ausnahme und nur in Sonderkonstellationen denkbar. Der Durchschnitt der Verwaltungsgebühren eines ETFs bewegt sich eher im Bereich von 0,60%.
Zahlreiche Studien habe zudem belegt, dass es selbst erfolgreichen Fondsmanagern nicht dauerhaft gelingt, besser als der Markt abzuschneiden. Deshalb ist es populär, durch einen kostengünstigen ETF einfach den Markt zu kaufen. Die Performance ist dann zwar nie besser als der Markt selbst, aber immer noch besser als bei einem Fondsmanager.
Ein Vorteil von ETFs ist auch die breite Streuung. Mit dem Kauf eines Produkts hat man sofort in eine Vielzahl von Aktien bzw. deren Entwicklung investiert. Das ist einfach, bedarf wenig Detailwissen und spart sehr viel Zeit.