Der Smartbroker hat den Depotmarkt verändert. Als Hybrid zwischen Neobroker und klassischem Broker war er lange Zeit sehr beliebt. Bis Ende 2023 hatte er lediglich eine Webanwendung, dafür war bei ihm der Handel an allen deutschen Handelsplätzen und vielen ausländischen Börsen möglich. Also wie ein klassischer Broker. Die Gebührenstruktur entsprach aber der eines Neobrokers. Ab einem Volumen von 500 € war beim Handelsplatz gettex sogar ein gebührenfreier Handel möglich, andere Handelsmodelle kosten nur 1 € oder 4 € Provision.
Die Smartbroker AG (bis zur Umfirmierung wallstreet:online capital AG) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der börsennotierten Smartbroker Holding AG. Sie nutzte allerdings die Plattform der früheren DAB Bank und das Depot wurde damit – wie bei der Consorsbank – von der BNP Paribas geführt.
Die Benutzeroberfläche ist nicht modern und es gab auch keine App. Depoteröffnungen waren nur für Einzelpersonen möglich, also keine Gemeinschafts- oder Firmendepots und auch keine Junior-Depots.
Deshalb entschied sich der Smartbroker zur Migration zum Smartbroker+ und damit verbunden zu einem Wechsel von der BNP Paribas zur Baader Bank. Für alle bisherigen Kunden bedeutete das, dass sie ein neues Depot eröffnen mussten und ihr Depot übertragen. Dafür gibt es nun eine App und alles soll moderner werden.
Im Rahmen der Migration wurde das Gebührenmodell leicht angepasst. An manch einer Stelle, an der der Smartbroker bisher mit günstigen Konditionen glänzte, wird nun leider die Hand aufgehalten.
Und mit der Baader Bank hat der Smartbroker+ nun die identische Partnerbank wie die Neobroker Scalable Capital und finanzen.net zero. Ein Differenzierungsmerkmal fällt damit weg.
Wir haben im Rahmen der Migration unsere Depotbestände weitgehend zu anderen Banken übertragen und warten erst mal ab, wie sich der Smartbroker+ entwickelt.